Geschichte erlebbar machen
Heeresmunitionsanstalt soll unter Tage nachgebaut werden

Das Erlebnisbergwerk Sondershausen beabsichtigt, in 700 m unter der Erde ein Museum einzurichten, das sich der Geschichte der Untertageverlagerung von Munitionsanstalten und Rüstungsbetrieben während der NS-Zeit sowie des damit einhergehenden Zwangs- und Häftlingseinsatzes widmet. Insgesamt wurden vier Kammern neu aufgefahren, in denen in den nächsten Monaten eine Dauerausstellung eingerichtet werden soll, gegliedert in folgende Themenbereiche:

  1. Die Unterbringung von unterirdischen Heeresmunitionsanstalten in Kaliwerken der Region (Allgemeinübersicht)
  2. Die Entwicklung der Heeresmunitionsanstalten Sondershausen, Wolkramshausen, Obergebra und Kleinbodungen
  3. Nachbau eines unterirdischen Fertigungsraumes für Munition
  4. Der Einsatz von Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen in der heimischen Rüstungsproduktion.

Die von Angelika Frenzel aus Leinefelde vorbereitete und ausgearbeitete Ausstellung orientiert sich an den in den Jahren 1995 bis 2000 erschienenen Publikationen von Frank Baranowski, der das Ausstellungskonzept tatkräftig unterstützt. Am 3. Juni 2004 hatte der Autor die Möglichkeit, gemeinsam mit Herrn Dr. Springer (Geschäftsführer des Erlebnisbergwerkes), Frau Frenzel und einem Kamerateam (Markus Ewers, Jörg Ohnesorge und Harry Grohmann) die unterirdischen Grubenbaue zu befahren, die später der Aufnahme der Dauerausstellung dienen sollen. Außerdem bestand Gelegenheit, die weiteren Bereiche des Bergwerkes unter sachkundiger Begleitung zu besichtigen. Ein Erlebnis besonderer Art. Neben dem Konzertsaal für 300 Personen und den geologischen Besonderheiten beeindruckte vor allem die Bootsfahrt in einer Tiefe 700 m. Ganz herzlichen Dank für diese Führung und den schönen Tag.


Auch Ihre Mithilfe ist gefragt! Es werden weiterhin Fotoaufnahmen und Gegenstände aus der Zeit der Heeresmunitionsanstalt gesucht. Durchstöbern Sie Ihren Dachboden, Ihre Scheune oder Ihren Keller. Wir sind uns sicher, dass der ein oder andere "Schatz" bei Ihnen schlummert, der die Ausstellung weiter ergänzt. Seien es Munitionskisten, die nach dem Krieg zur Einlagerung genutzt wurden oder auch Munitionshülsen oder Packgefäße, die später anderen Zwecken dienten. Gesucht werden neben Bildern aus Sondershausen, Obergebra, Kleinbodungen und Wolkramshausen auch Werksausweise, Dienstmarken, Werkzeuge und vieles mehr. Wenn auch Sie helfen können und möchten, melden Sie sich bitte direkt beim Erlebnisbergwerk oder schicken eine Mail an den Autor Frank Baranowski

 

 

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